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Spandauer Weg Etappe 3

Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)

14,3 km, ca. 4 Stunden, evtl. länger
Bewertung der offiziellen Route
Der offizielle Weg 2 verläuft ab Finkenkruger Weg bis zum Aalemannufer auf dem Mauerweg. Man müsste ca. 13,7 km auf Asphalt laufen. Dieser Weg ist für Radfahrer bestens geeignet. Als Fußgängerin möchte ich aber nicht nur am Ziel ankommen, sondern den Weg außerdem noch genießen, und das ist so nicht möglich. Es ist einfach eine viel zu lange Asphaltstrecke. Auch sind das ständige Klingeln und Beiseite-springen-müssen alles andere als erholsam. Hinzu kommen auf dem Abschnitt von der Pestalozzistraße bis Eiskeller viele Steigungen. Es geht dauernd hinauf und hinunter, so dass die Radfahrer in einem irren Tempo angesaust kommen, was auch nicht ungefährlich ist.
Ich habe deshalb einen anderen Weg gefunden, wo ich den Asphalt gegen Waldwege tausche und Ruhe und Erholung finde. Der Weg ist ca. 3 km länger. Diese Etappe kann man nicht verkürzen, weil es von Eiskeller keine Möglichkeit gibt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln wegzukommen.
Bewertung des empfohlenen Alternativweges
Plus Abwechslungsreich: Spektewiesen, Feuchtgebiet Alter See, Falkenhagener See, Teufelsbruchwiesen, Kuhlake.
Naturerlebnis: Naturlehrpfad am Falkenhagener See, viele Tiere und Pflanzen, besonders Vögel, in den Teufelsbruchwiesen; an der Kuhlake Rehe, Frösche, Seerosen. Überwiegend Waldboden, teilweise Schotterwege (Falkenhagener See), ein kurzes Stück Asphalt (Mauerweg in Eiskeller)
Minus Es gibt keins
Empfohlener Start: Endhaltestelle des M37 Freudstraße

oder zur Wanderwegansicht
Spektewiesen
Spektewiesen Spandauer Weg Etappe 3, Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)
 Spandauer Weg Etappe 3, Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)
Mauerweg (vorsicht  vor schnellen Radlern!) Spandauer Weg Etappe 3, Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)
Mauerweg (vorsicht vor schnellen Radlern!)
Teufelsbruchwiesen Spandauer Weg Etappe 3, Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)
Teufelsbruchwiesen
 Spandauer Weg Etappe 3, Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)
Ich gehe nach rechts an den Spektewiesen linker Hand entlang und folge aber weiter dem Weg, der dann nach links abknickt und auf dem Mauerweg an der Pestalozzistraße wieder auf Weg 2 trifft.
Ich gehe nun nicht nach rechts auf den Mauerweg, sondern bis zur Pestalozzi-
straße, in die ich nach rechts einbiege. Hier gibt es keinen Gehweg, es ist aber nur ein kurzes Stück, und die Straße ist nicht so stark befahren. Kurz hinter der Thierstraße, eine Sackgassenstraße, die rechts abzweigt, überquere ich die Pestalozzistraße und gehe in einen Waldweg nach links hinein. Ich nehme den linken Weg und biege an der nächsten Möglichkeit nach rechts ab. Es ist herrlich ruhig hier, immer noch Waldboden, links ein Feuchtgebiet und kleiner See (alter See). Frösche quaken hier im Sommer, Libellen fliegen über den See, und ich finde sogar eine Bank am Ufer. Ich komme an der Humboldtallee, die hier in die Fröbelstraße übergeht, heraus und überquere sie.
Hier befinde ich mich nun in der Siedlung Falkenhöhe in Falkenhagen, einem Stadtteil von Falkensee, und gehe, anfangs auf einem schmalen Waldweg, später auf einem Schotterweg am Ufer des Falkenhagener Sees (kein Badesee) entlang. Ein kleiner Naturlehrpfad gibt interessante Informationen über Pflanzen und Tiere. Der See befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Nauen-Brieselang-Krämer Forst. Zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt sind viele Freizeitaktivitäten eingeschränkt. So gibt es eine Vogelinsel im Westen des Sees, die nicht zugänglich ist.
Spandauer Weg Abstecher 3
Ich gehe nun weiter am nordwestlichen Ufer des Falkenhagener Sees entlang. Ich habe keinen direkten Blick auf den See, dazwischen befinden sich Bäume und Schilf. Es gibt aber immer wieder Aussichtspunkte und Bänke zum Verweilen. Wenn man sich Zeit nimmt, kann man hier Vögel hören und beobachten. Am Ende des Uferweges befinde ich mich in der Schubertallee, die zum Waldrand führt. Die Schubertallee ist ein Sandweg, ebenso wie der Neuendorfer Weg, in den ich nun links einbiege. Gleich die nächste Möglichkeit gehe schräg links gerade in den Wald hinein, an der nächsten Weggabelung nach rechts und dann durch Felder, die Teufelsbruchwiesen. Hier kann ich viele Vögel beobachten, wie sie auf den Grashalmen sitzen und singen. Leider ist diese Idylle gefährdet. Hier soll eine Autostraße direkt durch die Wiese gebaut werden. Das bedeutet den Tod für die Tier- und Pflanzenwelt und wird außerdem das gesamte umgebende Gebiet, die Große Kuhlake sowie den Falkenhagener See beeinträchtigen.
Ich komme am Nieder Neuendorfer Kanal an einer Brücke heraus, die ich aber nicht überquere, gehe nach rechts am Kanal entlang auf einem Trampelpfad und komme auf einen breiten, mit Steinen bestreuten Sandweg. Hier gehe ich nach links. Der Weg wird sehr schmal und knickt dann nach rechts ab, vorbei an Gärten mit Wohnhäusern, der Kienhorstsiedlung.
So treffe ich auf den Teil des Mauerwegs, der um Eiskeller herum führt (Nebenroute) und gehe nach links, nun auf Asphalt. In Eiskeller ist es immer ein bisschen kälter als im übrigen Berlin, im Winter bis zu 10 Grad, deshalb wurde früher das im Winter auf dem Falkenhagener See geschlagene Eis dort gelagert – in einem gemauerten Bunker, dem Eiskeller.
Hier in Eiskeller treffe ich wieder auf den Mauerweg und somit die Hauptroute des Spandauer Wegs und finde auf einer Tafel weitere Informationen über die ehemalige Exklave Eiskeller, die einst auf allen Seiten von der DDR eingeschlossen war. Ich lese z. B. die schöne Geschichte über einen Schulschwänzer, der die Ausrede benutzte, er sei auf dem Schulweg von Grenzpolizisten der DDR festgehalten worden. Eine Ausrede mit Folgen: Die Kinder von Eiskeller erhielten zeitweilig auf dem Schulweg Geleitschutz von der britischen Armee.
Ich gehe nun nach links ein Stück auf dem asphaltierten Mauerweg am Nieder Neuendorfer Kanal entlang. Hier fährt auch ab und zu mal ein Auto. An der nächsten Möglichkeit biege ich in einen Waldweg nach rechts ein und gehe nun an der Kuhlake bis zum Johannesstift die ganze Zeit auf Waldboden. Von hier bis zum Johannesstift braucht man ungefähr 1 – 2 Stunden. Es ist ein sehr schöner Weg. Mit etwas Glück kann man Rehe sehen. Es gibt viele Gelegenheiten zum Verweilen, Holzbänke und –tische laden ein zu einem Picknick mit Blick auf Seerosen und Frosch- und Vogelkonzert im Ohr.
Nach ca. 15 Minuten komme ich zu einem Pilz. Hier muss man aufpassen, dass man den richtigen Weg nimmt, denn hier kreuzt der Kreuzgraben die Kuhlake. Ich mache eine Dreiviertelumrundung um den kleinen Teich und nehme den 3. Weg, der rechts abzweigt, weiter an der Kuhlake entlang. An dieser Stelle befinden sich Holzbänke und -tisch. Immer wieder sehe ich auf dem Weg eine Markierung: Rote und grüne Punkte. Sie kennzeichnen den Kuhlakenweg.
Nach ungefähr 20 Minuten komme ich zu einer Stelle, wo der Uferweg kurz unterbrochen ist (da mein übliches Tempo ungefähr 4 km/Stunde beträgt, müsste es sich um etwas mehr als 1 km handeln). Der Uferweg wurde für ein kleines Stück gesperrt zum Schutz vor herabfallenden Ästen (Sommer 2009). Hier gehe ich nach links, dann gleich wieder nach rechts und komme nach einigen Minuten wieder zum Wanderweg an der Kuhlake zurück. Am Schluss gibt es noch ein Highlight für Kinder, das Wildgehege. Hier kann man Wildschweine mit ihren Frischlingen sicher hinter einem Zaun beobachten, aber auch Rehe und Hirsche.
Ich gehe vorbei am Kuhlakenteich, in dem exotische Rotwangenschildkröten leben sollen. Gesehen habe ich keine. Auf einem kleinen Naturlehrpfad kann man etwas über die Pflanzen und Bäume am Wegesrand lernen.
Ich kann den Weg am Johannesstift mit einem Blick auf die Stiftskirche beenden. Hier befindet sich die Haltestelle des M45 in Richtung Zoologischer Garten.
Mögliche Verlängerung zum Aalemannufer
Oder ich gehe nach links auf einem Waldweg entlang des Geländes des Johannesstifts und den ehemaligen Gleisen der Havelländischen Eisenbahn bis zum Aalemannufer weiter (2,4 km). Auf den Gleisen stehen noch alte Züge. Ich gehe bis zur Wichernstraße, in die ich links einbiege und überquere die Gleise nach links, gehe dann gleich wieder nach rechts und überquere am Merianweg noch einmal die Gleise nach rechts und gehe nun nach links in den Pappelweg, der in einen Waldweg übergeht. An der nächsten Weggabelung gehe ich nach rechts und folge diesem Weg, der dann noch einmal einen Schlenker nach links und rechts macht, bis zur Niederneuendorfer Allee, die ich überquere. Ich gehe dann am Aalemannufer bis zur Autofähre.
Hier endet der Spandauer Weg und trifft auf den grünen Hauptweg 12, den Havelseenweg.
Ich könnte mich nun mit der Autofähre (die keine BVG-Fähre ist) ans andere Ufer nach Tegelort schippern lassen. Sie fährt von April – Oktober von 6 – 20 Uhr, von November – März von 6 – 19 Uhr, Sonn- und Feiertags ab 8 Uhr. Preise: Pro Person 0,50 €, Kinder von 5 – 13 0,20 €, Fahrrad oder Moped 0,70 €, PKW mit Fahrer 1,40 €, Pferd 1,00 €.
Eine andere Fähre, die Personenfähre Odin IV, ist von hier ca. 1,3 km entfernt. Sie verkehrt zwischen Tegelort und Hakenfelde alle halbe Stunde (.20 und .50). Außerdem kann man nach Valentinswerder, Saatwinkel und zur Havelspitze fahren (stündlich .50). Auch Rundfahrten innerhalb der Fährlinie sind möglich. Auch diese Fähre ist keine BVG-Fähre. Eine Überfahrt Tegelort – Hakenfelde kostet 0,60 €, Kinder, Tiere und großes Gepäck 0,20 €, eine Rundfahrt 1 Stunde 2,50 €. Vom 1. Nov. bis Ende Feb. verkehrt die Fähre nur an Sonnabenden, Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 10 –17 Uhr.
Am anderen Ufer könnte ich gleich weiter wandern auf dem grünen Hauptweg 16, der Humboldtspur, die hier beginnt, und in Richtung Tegel bzw. weiter bis nach Marzahn führt. Um meine Wanderung hier an der Havel zu beenden, gehe ich die Jörsstraße entlang bis zur Friederikestraße, wo sich die Bushaltestelle der Buslinie 222 (Richtung Tegel) befindet.
Regina Henke
Anfahrt mit Bus + Bahn:
Spektewiesen (M37 Freudstraße) – Johannesstift (M45)

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